Testbericht: Pikapu AIO OS Windel

By | 2016-02-10T06:48:39+00:00 Juli 13th, 2014|Categories: Allgemein|Tags: , , , , |3 Comments

DSC_8282Ich bin ja gern mal auf der Suche neuer Windeln, oft sind es neue Versionen oder einfach Windeln die ich noch nicht hatte – zum einen weil es keine Notwendigkeit gab oder sie hier zu Lande schwer zu bekommen sind. Das man von ganz neuen Windelhersteller hört, kommt da wohl eher selten vor. Ich habe eben mal geschaut, gibt man bei Google „pikapu windel“ oder „pikapu AIO“ ein und beschränkt die Suche mal auf Deutschland bekommt man 5 Ergebnisse! Weltweit sieht das schon anders aus. Bekannt ist sie schon, nur noch nicht hier. Das soll sich jetzt aber ändern – und ich will meinen die Windel hat Potential.

 


Zur Windel:

Die Pikapu Windel ist eine AIO, also All-in-One, und eine OneSize. Laut Hersteller von 3-18kg.
Also Saugkern wird Microfaser verwendet. Eine Hälfte ist direkt in der Windel integriert, die andere in einer Lasche zum Ausklappen unter gebracht.  Zur Aufnahme der Flüssigkeit gibt es 6 Lagen Mircofaserstoff und diese soll laut Hersteller bis zu 450 ml aufnehmen können. Innen ist die Windel komplett mit Microfleece versehen, außen wird PUL als Flüssigkeitsbarriere eingesetzt. Dazu hat die Windel doppelte Beinbündchen. Preislich liegt sie zur Zeit bei ca. 23€. Produziert wird die Windel in China.

 


18kg? Könnte man jetzt sagen hoffentlich unnötig, haben doch 1A-Standard Kinder mit 4,5 Jahren ca 18kg. (Logisch: das ist Statistik). Okay, frei nach dem Motto: Was wir haben, haben wir!  Meinem Sohn mit seinen ca 13kg passt die Windel ziemlich gut auf der Größe L.

Jetzt bin ich nicht der größte Fan von Microfaser Windeln, weil es eben einfach Polyester ist. Dennoch hat mir die Pikapu Windel gleich beim Auspacken gut gefallen. Ich konnte nichts finden was mir Negativ aufgefallen wäre.  Microfaser muss man theoretisch nicht einwaschen, also einmal in die Waschmaschine und ran ans Kind. Nach dem waschen ist mir aufgefallen das die Windel schon deutlich feuchter raus kommt als zum Beispiel eine Totsbots Easyfit V3. Der Saugkern ist aber auch um einiges dicker.

Am Kind hat sie dann gleich 2 Stunde super gehalten. Nach der 2. Waschrunde haben wir es 3 Stunden und sogar mit tragen im Tuch probiert – für viele Pockets und AIO/SIO der Killer. Ohne Probleme überstanden. Ein unfreiwilligen viereinhalb Stunden Test hat sie auch mit Bravur bestanden, nicht mal die Beinbündchen waren feucht.
Wenn Stoffwindeln Flüssigkeit aufgenommen haben, fühlt man das. Sie sind dann fester bzw ziehen sie sich dann zusammen. Bei den Pikapu fühlt es sich eher so an als würde man einen Schwamm drücken. Ich fand es, vom Gefühl, fast ähnlich wie eine Wegwerfwindel, welche dann ja eine gelartike Substanz bildet.

Die Gegenkletts könnten etwas größer Ausfallen, man muss schon genau kletten damit nichts übersteht. Auch das Überkletten könnte größer ausfallen, zwar ist es möglich aber nur direkt auf dem Klett nicht noch dahinter – wie bei einigen anderen Herstellern. Ob die Windel dann bei einem ganz kleinen Baby Modell passt kann ich zur Zeit noch nicht sagen. Die Windel auf der kleinsten Einstellung ist auch unheimlich wuchtig. Da es eine AIO ist kann man auch nichts raus nehmen. Irgendwo muss der Saugkern also hin – hilft nur falten. Das macht dann an der jeweiligen Stelle ein dickes Paket.


Ansonsten ist die Windel wirklich sehr weich von innen wie von außen und hinterlässt kaum bzw keine Abdrücke auf der Haut. Da sie von innen komplett mir Microfleece ausgenäht ist, ist auch die Haut des Kindes relativ trocken. Sollte die Haut darauf allerdings negativ reagieren ist die Windel nicht zu gebrauchen. Der Hersteller sagt selber die Windel ist aus 100% Polyester. Ob das jetzt gut oder ein no-go ist muss jeder für sich entscheiden. Vorteil ist das sie schnell trocknet, Flecken unempfindlich ist und viel Flüssigkeit aufnehmen kann. Nachteilig dran – Flüssigkeit wird bei Microfaser auf Druck schneller wieder abgeben als zum Beispiel bei Hanf und das Material ist zu 100% künstlich hergestellt.

Der Hersteller bietet zu Windel Booster an die bis zu 100ml Flüssigkeit aufnehmen sollen können. 100ml nehmen sie auf, aber sind dann tropfnass. Ausgewrungen, so das nichts mehr bei moderatem Druck heraus läuft sind es eher 60-70ml. Bei der Größe des Boosters aber völlig okay.
Zusammen mit dem Booster kann die Windel dann auch als Nachtwindel benutzt werden. Reichen 1-2 Booster nicht kann statt dessen auch die Pikapu Prefold, ebenfalls aus Microfaser, genutzt werden.


Die Windel bietet 4 verschiedene Größen, mittels Snaps einzustellen. (Fotos werden noch nach gereicht!)

 

Muster sucht man hier bisher vergebens. Die Windel gibt es in 12 verschiedenen Farben – dafür sind sie aber schön leuchtend.
Waschen könnt ihr die Windel und Booster bei 60°, trocknen auf Schonstufe oder am besten auf der Leine.

 

In Kürze:

+ hohes Saugvolumen
+ doppelte Beinbündchen
+ trocknet schnell
+ schnell und einfach (AIO)

+/- keine Muster

– 100% Polyester
– dickes Paket auf kleiner Einstellung

Kaufen? Ja. Ich würde die sie nochmal kaufen wenn nötig. Ein paar schicke Muster könnten nicht schaden, aber sonst bin ich von der Windel positiv überrascht. Der Preis ist auch total okay. Ich bin total gespannt wie sie sich bei einem 3-6 Monate alten Baby schlägt.

Bleibt noch zu erwähnen das es die Windel auch als Newborn Windel gibt, kaufen könnt ihr zur Zeit nur direkt bei Hersteller:

www.pikapu.eu 

(macht auch beim hüpfen auf dem Bett eine gute Figur ;-) )

About the Author:

Ich bin Vater von 2 Kindern, Inhaber von saler.it, Blogger und Administrator bei der Talanx. Fragen? Sprecht mich an :)

3 Comments

  1. raik 3. März 2015 at 6:50 - Reply

    Test Kommentar :)

  2. Mia 4. Juli 2016 at 15:37 - Reply

    Hallo Raik, danke für deine Berichte! Sehr lesenswert… Warum sind denn die meisten Stoffwindeln nix für im Tuch tragen?

    • Raik 4. Juli 2016 at 20:18 - Reply

      Hallo Mia,

      Durch tragen, sei es im tt oder einer tragehilfe, wird viel Druck auf die windel ausgeübt, da das Kind quasi sitzt. Dadurch wird schneller Flüssigkeit aus der Windel heraus gedrückt. In der Regel trägt man ja auch länger, nicht nur ein paar Minuten – das macht das dann noch schwieriger.
      Jeder Kind sein Kind am besten und kann nach ein paar mal probieren einschätzen ob die windel reicht.
      Wenn man sich nicht sicher ist, würde ich eine Höschenwindel mit Überhose empfehlen, das ist sicherer.

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